Lagerhaltung "just in time"

Lagerhaltung "just in time"

 

Ihr Sieg über das Übergewicht

 

Lagerräume, ich denke dabei auch an meinen eigenen Praxisbedarfsraum, werden durch hastiges Einräumen zunehmend zugestellt. Die vorhandenen Vorräte hinten drin sind nicht mehr wahrnehmbar und werden vergessen. Neubestellungen überfüllen den Lagerraum weiter. Es fehlt die Zeit und die Muße, den Lagerraum und den Inhalt übersichtlich und bedarfsgerecht zu gestalten. Toilettenpapier z. B. nachbestellt, obwohl versteckt noch genug da ist. Der Lagerraum platzt aus allen Nähten.

So ähnlich funktioniert unsere Nahrungsaufnahme, schnell, und löst eine hastige Einlagerung der Nahrung nach Umwandlung in Fett in alle möglichen Organe ein, wo es nicht hingehört, Leber, Herz und Innereien. Die überschießende Insulinausschüttung bereitet den nächsten Hunger für das Essen zwischendrin mit Verlangen auf "Süß" vor.

Bei langsamen Essen unter reichlich Einspeicheln gehen Signale an das Hirn im Kopf und in den Bauch. Es bleibt Zeit, die Nahrung einzulagern, wo sie hingehört und die Rückmeldung entgegen zu nehmen: wir haben genug, z. B. Kohlenhydrate, im Lager gespeichert; uns fehlt z. B. etwas Saures.

Das Essen dauert doppelt so lange, das Sättigungsgefühl, das bekanntermaßen dem Essen mit etwa 20minütiger Verspätung folgt, kann mit der wohlsortierten Einlagerung Schritt halten. Das Essen dauert 4x so lange. Da man aber nur etwa die Hälfte isst, braucht man die doppelte Zeit  für eine Mahlzeit. Der Dialog des Vorverdauten im Mund und dem Neuroendokrinium macht es möglich - übertragen auf die Lagerhaltung just in time.

Es braucht mehr Zeit, die Waren im Lager in Ruhe einzusortieren. Die Lieferung wird geringer, weil nur das bestellt wird, was zur Neige geht. Das Verschwinden des Lagerchaos hebt die Stimmung, weil das Lager übertragen auf den Organismus - der Mensch - nicht aus allen Nähten platzt. Beide Schauplätze sparen Geld, es geht weniger kaputt im Abstellraum und im menschlichen Organismus.

Der Haken an der Sache ist z. B.: Unsere Mittagspause ist zu kurz und reicht nur zu "fast food". Vorteil ist, dass man nach dem Essen weniger müde und kaputt ist und gleich effektvoll weiterarbeiten kann. Der kleine Süßhunger zwischendrin fällt weg. Der Dialog zwischen Lager und Einlagerung macht es möglich.

Ich hoffe, ich konnte mich verständlich machen und habe das Bild nicht überzogen.

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